10. Intimität und Beschämung – die Doppelseitigkeit der Scham

Dieser Workshop wird angeleitet durch Christina Witz & Helge Jannink

Kurzbeschreibung des Workshops
Scham ist ein bedeutsames Thema der Sexuellen Bildung. Es wird jedoch selten auf sie reflektiert. In sexualpädagogischen Fortbildungen mit Fachkräften hingegen, die mit Geflüchteten arbeiten, ist uns aufgefallen, dass von Seiten der Fachkräfte Scham regelhaft zum Thema gemacht wird. Dabei wird die Scham vor allem bei den Geflüchteten als vermeintlich Anderen vermutet.
In unserer Auseinandersetzung mit der Bedeutsamkeit der Scham für die Sexuelle Bildung sind wir auf eine Doppelseitigkeit der sexualpädagogischen Begegnung gestoßen: als gleichzeitig potentiell beschämend und intimitätsstiftend. In diesem Spannungsfeld findet Sexualpädagogik grundsätzlich statt und schließt uns als Sexualpädagog_innen mit ein. Dieses Spannungsfeld und dessen Bedeutung für unsere Arbeit soll Thema unseres Workshops sein.

Ziele des Workshops

  • Auseinandersetzung mit theoretischen Überlegungen zum Konzept der Scham
  • Reflektion schamrelevanter Aspekte in der (eigenen) sexualpädagogischen Praxis anhand von Praxisbeispielen
  • Überlegungen zu einem professionellen Umgang

Methode(n)/Formen des Workshops

  • Kurzinput im dialogischen Vortragsstil
  • Praxisbeispiele in Kleingruppenarbeit oder Gruppengespräch (je nach Gruppengröße)

Diplompsychologin Christina Witz
Sexualpädagogin (gsp) und Medienpädagogin,
Dozentin des Instituts für Sexualpädagogik (ISP)

Diplompsychologe Helge Jannink
Sexualpädagoge (gsp), Gruppenanalytiker (IAG) und Supervisor, Dozent des Instituts für Sexualpädagogik (ISP)